Unser Arbeitgeber Amazon feiert sich! Dabei fällt unser Blick auf die 20-jährige Geschichte des Unternehmens, das sich aus einer Minifirma bei Seattle zum weltgrößten Online-Versandhändler entwickelt hat, natürlich ein wenig anders aus....

Ganz oben steht für uns die Feststellung, dass Amazon in erster Linie dank der motivierten Arbeit der vielen Beschäftigten weltweit so groß geworden ist. Und dass es überfällig ist, uns fair zu behandeln und am Erfolg zu beteiligen.

Für uns ist und bleibt der momentan wichtigste Schritt ein existenzsichernder Tarifvertrag, denn Zuteilungen nach Lust und Laune des Arbeitgebers reichen uns nicht.

Klar ist das ein sehr anspruchsvolles Ziel, aber auch wir haben sehr klein angefangen und sind bei Amazon inzwischen um einiges stärker geworden. Als ver.di-Mitglieder sind wir optimistisch, mit Ausdauer und Zivilcourage weitere Erfolge erreichen zu können. Die Chancen steigen, wenn wir noch mehr werden. Machen wir uns gemeinsam stark!

Wir geben auch in Zukunft keine Ruhe!

Schon jetzt haben wir einiges bewegt: Als Amazon nach Deutschland gekommen ist, gab es keine Betriebsräte – inzwischen sind an allen Standorten welche gewählt worden. Mitbestimmung ­ findet auch in mehreren Aufsichtsräten statt, weil wir sie mit Nachdruck eingefordert haben.

Und unsere gewerkschaftlichen Vertrauensleute haben zusammen mit den Betriebsräten großen Anteil daran, dass sich die Bedingungen ein Stück weit verbessert haben. Beispiele dafür sind dezentrale Pausenräume, weniger Zeitverlust durch mehr Sicherheitsschleusen, Klimaanlagen und Wasserspender.

Verbesserungen hat es gegeben, weil wir Druck gemacht haben. Das wird auch in Zukunft so sein. Mehr Druck können wir am besten machen, wenn wir mehr werden. Dass es sich lohnt, zeigt ein kurzer Blick zurück in unsere ­Amazon-Geschichte:

Von 2007 bis 2010 gab es an den ersten Standorten in Bad Hersfeld überhaupt keine Lohnerhöhung. Erst als 2011 die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder recht schnell wuchs und unsere Forderungen bekannter wurden, kam der Arbeitgeber in Zugzwang und legte plötzlich wieder etwas oben drauf.

Wir wollen das ganze Tarifpaket

Seither hat es jedes Jahr Lohnerhöhungen gegeben, auch an allen neuen Standorten. Sie reichen uns nicht und das gilt auch für das "freiwillige" Weihnachtsgeld, das viel höher sein müsste. Aber eines ist klar: Ohne gewerkschaftliche Solidarität und ohne Streiks gäbe es gewiss noch weniger oder gar nichts.

Wir brauchen Lohn- und Gehaltsgarantien auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels. Deshalb kämpfen wir weiter für den Tarifvertrag. Und wir wollen das gesamte Paket: Mehr Geld am Monatsende, tarifliche Sonderzahlungen, mehr Urlaubstage und korrekte Behandlung am Arbeitsplatz.

Wir haben einiges erreicht und wollen noch sehr viel mehr schaffen. Zusammen mit euch. Machen wir uns gemeinsam stark,


Tarifverträge gibt es nicht geschenkt.

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(C) 2014 ver.di - Fachbereich Handelzuletzt aktualisiert: 06.04.2019