Amazon: Lohndrücker der Branche


Amazon ist klassischer Versandhandel, wie Neckermann und Otto auch und muss deshalb natürlich auch nach Versandhandelstarif bezahlen.  Amazon ist der Lohndrücker der Branche, denn während Otto und Neckermann faire Löhne nach Tarif bezahlen, hält man bei Amazon scheinbar wenig von gerechter Bezahlung. Während nach Tarif für den Großteil der Lager-Arbeiten im Versandhandel zwischen 11,47€ und 11,94€ Einstiegsgehalt gezahlt wird schickt Amazon seine Mitarbeiter mit einem Gehalt von 9,65€ bis 11,12€ nach Hause. Die Unterschiede im Detail finden Sie in unserem Tarifvergleich Amazon.

Veränderungen selbst anpacken

Amazon hat in den letzten Jahren bewiesen, dass von alleine nichts für die Beschäftigten unternommen wird. Seit 2006 warten die Kollegen in Bad Hersfeld auf eine Lohnerhöhung. Viele Kolleginnen und Kollegen sind deshalb nicht mehr bereit länger zu warten und fangen an sich zu organisieren. Wenn von alleine nichts kommt, muss eben nachgeholfen werden. Und genau das ist Aufgabe aller Kollegen bei Amazon. Denn mehr Geld und gute Arbeitsbedingungen gibt es eben nur mit Verhandlungen und da muss man zeigen, dass man sich auch durchsetzen kann.
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Bei Amazon leider die Regel: befristet beschäftigt

Neben der seit 2006 fehlenden Lohnerhöhung sind die befristeten Arbeitsplätze ein großes Problem. 2.100 der knapp 3.700 Kollegen bei Amazon in Bad Hersfeld haben befristete Verträge. Der Durchlauf ist enorm und so sucht Amazon in einem immer größer werdenden Radius nach Arbeitskräften die noch nicht für das Unternehmen gearbeitet haben. Für die Betroffen hießt das: sie leben ohne sicher Perspektive, sich langfristig auf das Arbeiten in Bad Hersfeld einzustellen. Angst vor zu hoher Krankheitsquote, Angst vor Fehlern generell.
Doch besonders Kollegen, deren Verträge bereits ein- oder mehrmals verlängert wurden, haben vielleicht Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag. Denn stellt der Arbeitgeber befristet ein muss er bestimmte Regeln beachten und die werden all zu oft gebrochen. Und in dem Fall gibt es die Möglichkeit, den Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag geltend zu machen und zu klagen. Alle ver.di Mitglieder können bei uns prüfen lassen, ob sie Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag haben. Wir laden aber auch regelmäßig zu Infoveranstaltungen zu diesem Thema ein. Ankündigungen finden sie immer aktuell auf unserer Homepage.

  • Vielleicht bin ich schon zu alt. Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag der zweiten Arbeitswoche. Ich kann mich nicht beschweren. Vielleicht kommt ja der dicke Hammer noch aber die Lebenserfahrung sagt mir, auch ein Manager oder Lead ist sich dessen bewusst, dass es einer gewissen Zeit bedarf, bis ein neuer Mitarbeiter routiniert genug ist, um seine Aufgabe mit einem Maximum an Produktivität und einem Minimum an Fehlern zu absolvieren. Ich weigere mich konsequent die eine oder andere Horrorgschichte (und davon werden so einige erzählt) zu glauben. Ich vertete die Auffassung, wer einen guten Job macht, muss sich über Druck (Zitat: Angst vor zu hoher Krankheitsquote, Angst vor Fehlern generell.) keine Gedanken machen.

    Mir macht der Job bei C-Return Spaß und auch wenn sicher nicht alles optimal läuft (mit dem Alter ergeben sich automatisch Vergleichsoptionen), man kann dummerweise nie im Leben alles haben.

    Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 28.09.2011, 00:48
  • Hallo GeradeMalInDerZweitenWoche,

    das Problem ist, dass das Maximum an Produktivität und das Minimum an Fehlern bei jedem anders liegt. Bei Amazon wird in der Regel verlangt, dass man über dem Durchschnitt arbeiten soll (was faktisch nicht jeder kann) oder dass man eine von der Geschäftsleitung ermittelte Zahl erreichen soll, welche jedoch auch von den meisten nicht erreicht werden kann. Der eigentliche Druck dabei entsteht dadurch, dass die Mehrzahl der Beschäftigten befristet beschäftigt sind. So meint jeder die Zahlen erreichen zu müssen um den Vertrag verlängert zu bekommen.

    Kommentar von: Kollege von FRA3 - 12.10.2011, 08:24
  • Hi Kollege,

    so aus meiner Sicht. Man muss nur mal die Kollegen beobachten, welche schon länger dabei sind und/oder einen unbefristeten Vertrag haben. Diese Beobachtung (der Arbeit) mit der eigenen Arbeit vergleichen und sich dann fragen, ob diese Zahlen, die da so rumschwirren, überhaupt ansatzweise nachvollziehbar sind bzw. ob dann die Qualität der Arbeit in einem "gesunden" Verhältnis zur Quantität steht. Mit der Zeit bekommt man auch die Zusammenhänge mit sowie die "Tricks".
    Ich bin auch befristet beschäftigt. Und? Das man innerhalb weniger Wochen nicht die Routine hat und demnach auch gar nicht die Zahlen bringen kann, dürfte auch der Geschäftsleitung, den Managern und den Leads geläufig sein.
    Es liegt in der Natur der Sache, dass z.B. bei den befristet beschäftigten Mitarbeitern, welche vornehmlich für das Weihnachtsgeschäft angeheuert wurden, nicht jeder übernommen werden kann. Dass quasi nur die Besten übernommen werden, liegt da auch auf der Hand. Wer nicht mal annähernd die Zahlen bringt, die im Bereich dessen liegen, was erfahrenere Kollegen schaffen, ist vielleicht schlicht für den Job nicht geeignet. Da nutzt es auch wenig sich für ein paar Wochen den Arsch aufzureißen.

    Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 17.10.2011, 12:36
  • //das es einer gewissen Zeit bedarf bis ein neuer MA routiniert genung ist//
    Da lach Ich mal ganz laut!!
    Es wird sofort,ohne Gnade ,Hochleistung erwartet!!
    Und wehe dem,dann bist Du schneller in den Glaskasten zu deinem Manager eingeladen als Du denkst!!!

    Kommentar von: insider - 17.10.2011, 14:50
    • Mit diesem "Insider"-Wissen solltest Du am besten kündigen. Was willst Du eigentlich noch bei uns? Bei so gnadenlos fürchterlich unmenschlichen Bedingungen...
      Ich würde Deine Stelle im Übrigen gern mit jemandem besetzen, der gerade mal in der zweiten Woche bei uns ist und offensichtlich schon einen besseren Durchblick und eine wesentlich realistischere Blickweise auf unseren Betrieb hat, als Du.

      Kommentar von: Bibi - 27.10.2011, 00:26
      • @Bibi, Du kannst Stellen besetzen? Aber nur befristet, oder?

        Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 27.10.2011, 17:16
        • Ja, aber die Besten werden übernommen! Ich bin eben auch nur ziel- und ergebnisorientiert.

          Kommentar von: Bibi - 27.10.2011, 19:49
          • @Bibi, wer sind denn nun die Besten? Magst keine Antwort geben? Nur blabla oder kommt noch was Erkennbares? ;-)

            Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 19.11.2011, 08:39
          • @Bibi, wer sind die Besten?
            Wenn es darauf eine verlässliche Antwort gäbe, könnten sich die Kollegen darauf einstellen. Jeder muss dann für sich selbst entscheiden, ob er da rein passt.

            Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 28.10.2011, 03:01
  • Dann lach halt. Meinetwegen auch laut. Wer die Leistung nicht bringt wird in jedem Unternehmen früher oder später entsprechende Gespräche haben. Egal ob im Glaskasten oder sonstwo.

    Wenn man dauerhaft die Leistung auf einer bestimmten Stelle/Position nicht bringt, dann ist man wohl schlicht und ergreifend für diese Stelle/Position nicht geeignet.

    Man wird auch nicht Weltmeister im 100 Meter Sprint wenn man zwar alles was man kann gegeben hat, aber trotzdem 20 Sekunden für die Strecke benötigt.

    Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 18.10.2011, 08:52
    • Sehr passender Vergleich. Ich finde, Deine Argumentation äußerst schlüssig und gebe Dir in allen Punkten Recht! Mach weiter so und Du brauchst Dir ganz sicher keine Sorgen um Deine berufliche Zukunft bei uns zu machen. Würden einige andere auch in diese Richtung denken und nicht immer alles nur schlecht reden, hätten wir ganz sicher weniger Probleme bei Amazon.

      Kommentar von: Bibi - 27.10.2011, 00:31
      • hi, ich bin das 2 Jahr schon hier bei Amazon und ich finde das die Gerüchte ständig brodel und für mich absolut übertrieben sind. Der Job ich nicht schwer, wer den Ablauf nicht begreift oder nur seine Zeit dort absitzt weil es das Amt so will, ist nach meiner 'Meinung völlig fehl am Platz. Ich habe viele Jahre als Kellnerin gearbeitet und das bis zu 10-12Std. und bei weitaus weniger Gehalt. Wenn ich die Wahl hätte dann lieber ein lebenlan Amazon bei netten Kollegen und geregelter Zeit als jemals wieder Kellner. Amazon versucht alles um selbst Müttern entgegen zu kommen und das macht nun nicht jeder Betrieb. Fakt ist wer hier arbeitet soll nicht meckern, denn ansonsten soll er kündigen und platz für die machen die diesen Job gerne machen, sorry aber so ist es nun mal.

        Kommentar von: Susan - 12.11.2013, 11:20
        • Wenn jeder so denken würde, hätte es seit 5 Jahren keine Lohnerhöhung gegeben. Amazon zahlt untertariflich. Beschäftigte im tarifgebundenen Handel (Otto, Neckermann, Karstadt sowie Einzelhandel) verdienen mehr (v.a. durch Sonderzahlungen wie Wiehnachtsgeld, Urlaubsgeld und Zuschläge). Warum sollte der nach eigenen Angaben größte Versandhändler der Welt weniger zahlen?

          Ich verstehe dass Sie zufrieden sind, wenn ihr Verdienst vorher deutlich niedriger war. Dass bezweckt Amazon ja gerade, indem es in strukturschwache Regionen geht, in denen es wenige und schlechte Jobs gibt. Aber wenn Sie wollen, dass das Lohndiktat der Geschäftsleitung widerspruchslos akzeptiert werden soll, wundern Sie sich nicht wenn Sie in 5 jahren wegen der Inflation deutlich schlechter dastehen.

          Es geht um eine rechtssichere, tarifvertragliche Absicherung der Gehälter. Deshalb braucht es den Tarifvertrag. Und nur weil die Mitarbeiter lieb fragen, wird Amazon ihn - wie sich zeigt - nicht abschließen. Streik ist das einzige Druckmittel.

          Kommentar von: Fisch - 12.11.2013, 14:52
        • mal langsam, wer in Deutschland lebt darf das Maul aufmachen. Wer sich weckducken will kann das von mir aus auch machen. Auf einen mehr oder weniger kommt es nicht an.
          Ich schlage vor, wenn wir irgendwann einen TV erstritten haben, verzichten diejenigen, die uns das Maul verbieten wollen auf die Vorteile.
          Ich bin sowieso dafür, dass nur Organisierte nach Tarif bezahlt werden sollten. Schließlich zahlen die auch ihre Beiträge und haben die Courage was zu verändern.
          Wenn jemand noch befristet ist, habe ich natürlich größtes Verständnis fürs "loyal" sein ;-)

          Kommentar von: Batmann - 12.11.2013, 18:26
          • Klar. Wenn's nach mir ginge, gäbe es die Vorteile eines Tarifvertrags auch nur für Gewerkschaftsmitglieder.

            Rein rechtlich Anspruch darauf hat man ja eh nur als Mitglied - die Arbeitgeber zahlen ja nur deshalb wenn, dann allen nach Tarif, weil sonst alle in die Gewerkschaft eintreten würden. ;-)

            Aber leider sind es immer die Leute, die am wenigsten bereit sind, ihren Beitrag zu leisten, die hinterher am lautesten "HIER" schreien, wenn die Früchte des Erfolgs verteilt werden.

            Kommentar von: Ruhrpott - 12.11.2013, 22:43
    • @GeradeMalInDerZweitenWoche, für diese netten Worte bekommst Du bestimmt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Weiter so :-)

      Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 27.10.2011, 17:21
  • Mal sehen ob Du in 5 Jahren ,wenn Du dort noch Mode bist,noch genauso posaunst wie gerade!!
    Frag mal die langjaehrigen Kollegen/innen ,vor allen Dingen die Aelteren , ob Sie noch die Puste haben wie am Anfang!!
    Gerade mal kurz dabei und solche Sprueche klopfen!!
    Werde erst mal pfluege bei Amazon und dann sieht deine Welt ganz anders aus :-/

    Kommentar von: insider - 18.10.2011, 20:44
    • Yep, mal sehen.

      Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 17.11.2011, 11:45
  • Ach Insider, ich bin seit 30 jahren im Berufsleben in unterschiedlichsten Positionen ...

    Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 18.10.2011, 23:33
  • ..und Ich seit ueber 40 Jahren,davon viele bei Amazon!!
    Also erzaehl Mir nichts vom Krieg!!

    Kommentar von: insider - 19.10.2011, 07:32
    • Ich seh hier nur einen, der vom Krieg erzählt...

      Kommentar von: Bibi - 27.10.2011, 00:49
      • Ihr seid schon so ein paar Krieger :-) geniale Unterhaltung, hilft hier in jedem Fall weiter..............

        Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 27.10.2011, 17:23
    • Ref.: ..und Ich seit ueber 40 Jahren,davon viele bei Amazon!!

      Mir erschließt sich nicht, wie man so viele Jahre in einem Betrieb tätig sein kann, der einem offensichtlich so wenig liegt.

      Kommentar von: GeradeMalInDerZweitenWoche - 17.11.2011, 11:45
      • dem kann ich nur zustimmen :)

        Kommentar von: ohneworte - 25.12.2011, 00:33
      • Es gibt halt Dinge,die erschließen sich einem erst später und nicht schon in der zweiten Woche oder manchmal auch gar nicht. ;-)

        Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 17.11.2011, 15:02
  • oh man, dann macht euch einen Treffpunkt aus, irgendwo im Park, und kloppt euch....sooo wird das nix Leute. Und ich wette ein Jahregehalt dass ich länger bei Amazon bin als ihr. Ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt.

    Kommentar von: Verdianer - 19.10.2011, 17:28
  • Im Park kloppen,Sorry,das ist unter meinem Niveau!!
    Bei solchen agegebenen Sprueche des Schreiberling
    mache Ich meinerseits nur vom Gebrauch der freien Meinungsauesserung!!

    Kommentar von: insider - 20.10.2011, 06:48
  • Insider - welch neutrale Art zu kommunizieren ;-) Aber ok, wenn GeradeMalInDerZweitenWoche das eben so empfindet wirst du ihm auch nichts anderes Einreden können, auch wenn du es noch so sehr versuchst. Die Empfindungen von GeradeMal... deuten für mich darauf hin, das es in seinem Bereich wohl garnicht so schlecht läuft. Ich kenne den Bereich und sehe das ganz genauso! Aber was ich wirklich schade an deinen Kommentaren finde Insider, ist das Du anderen eine schlechte Meinung regelrecht aufzwängen möchtest. Klar, je mehr Mitarbeiter einen "Hass" auf ihren Arbeitgeber haben, umso eher kann Ver.di hier profitieren.(sorry Verdi, nichts für ungut - ich bin ja generell auch für Gewerkschaften). Aber sollte es nicht Sinn und Zweck einer Gewerkschaft sein für gute Rahmenbedingungen im Betrieb zu Sorgen und dann zu mobiisieren, wenn es wirklich angebracht ist. Und ist es nicht das Ziel, das der Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz zumindest halbwegs zufrieden sein kann? Wenn GeradeMal... das ist, warum möchtest du, Insider, das er anders denkt? Es ist eben nicht überall bei amazon gleich!

    Kommentar von: Björn - 20.10.2011, 11:19
  • Bjoern-Ich will Ihm nichts einreden weder eine schlechte Meinung aufzwaengen!!Wenn Er das GROSSE GLUECk hat in einem Bereich zu arbeiten wo es gut laeuft dann ist es schoen fuer Ihn!!Das sind Einzelfaelle!

    Das Gros der Kollegen/innen,Ich denke vorerst an die Picker und Packer, hat es nicht gut.
    Das sollte sich GeradeMal... vor Augen fuhren!!Vielleicht kommt Er mal in den Genuss dort reinzuschnuppern und Er wird dann eine andere Einstellung haben?!?!

    Und fuer gute Rahmenbedingungen hat erst mal ein Betriebsrat zu sorgen.
    Und warum Verdi jetzt mobilisiert ist das Resultat das die Geschaeftsleitung die jahrelange Unzufriedenheit der Mitarbeiter ignoriert hat und der BR nicht genung hinter den Mitarbeiter stand.
    Das ist meine Meinung!!

    ICH FINDE ES IST AN DER ZEIT DASS WAS PASSIERT.
    ICH WUENSCHE ALLEN AN DER AKTION BETEILIGTEN VIEL ERFOLG.

    Ich finde es gut dass endlich was passiert.
    Ich weiss dass Verdi und ueberhaupt Gewerkschaften ein rotes Tuch fuer Amazon ist aber nun laueft das Ding und ES IST GUT SO.

    Kommentar von: insider - 20.10.2011, 20:00
    • Insider ist nicht der einzige der gegen Amazon ist, googelt mal Amazon(gehalt, Arbeit, .....) da gibt es viele andere die die wahrheit erzählen, leider nichts positives.

      Kommentar von: Gnom - 13.01.2012, 02:06
  • Ich möchte Sie heute auf einen, in meinen Augen, SKANDAL hinweisen.
    Ich nenne es das "SYSTEM AMAZON" !

    Amazon betreibt dieses Subventions-System auf Staatskosten mit Hilfe der Jobcenter scheinbar deutschlandweit an jedem Standort.
    Hintergrund:
    Das Amazon benötigt für das Weihnachtsgeschäft deutschlandweit mehrere tausend Aushilfskräfte.
    Am 27.09.2011 nahm ich an einer Informationsveranstaltung für Versandmitarbeiter (ca. 80-90 Teilnehmer) bei "Amazon Werne" teil.

    Soweit alles in Ordnung,jedoch:
    Jeder Bezieher von Arbeitslosengeld muss 2 Wochen unentgeltlich Probearbeiten, und das bei mehreren Hundert benötigter Saisonkräfte allein am Standort Werne.
    2 Wochen Probearbeiten bei insgesamt 3-4 Monate Zeitvertrag.
    Natürlich sagt Amazon, daß jeder die Chance hat auch übernommen zu werden.
    Auf Nachfrage, was denn dann sei, wenn man keine staatlichen Leistungen erhält, hieß es, daß man dann von der ersten Stunde an normal bezahlt würde.
    Ein Mitarbeiter der ARGE Unna war anwesend und half Amazon bei der Mitarbeitersuche.Amazon zu helfen geeignete Mitarbeiter zu finden ist die eine Sache, aber die Mitarbeiter sollten dann auch bitte vom ersten Tag an nicht auf Staatskosten sondern auf Kosten von Amazon bezahlt werden.
    Die Hoffnung von Arbeitslosen auf einen Arbeitsplatz wird hier schamlos auf Staatskosten ausgenutzt.Bei Ablehnung droht jedem Arbeitslosen eine Kürzung des Arbeitslosengeldes!
    Während der unentgeltlichen Probearbeit werden keine Steuern und Sozialabgaben gezahlt und die Probearbeiter erhalten weiterhin staatliche Leistungen, sogar Fahrgeld.
    Dies ist eine Subventionierung von Amazon in Höhe von mehreren hunderttausend Euro, wenn nicht sogar Millionen Euro.
    Nur 10 Mitarbeiter unentgeltlich Probearbeiten zu lassen bedeutet für Amazon schon einen Einsparung von ca. 10.000 Euro. Es werden aber tausende Mitarbeiter eingestellt.
    AMAZON benötigt die neuen Mitarbeiter ohnehin. Auch ohne unentgeltliches Probearbeiten würden geeignete Arbeitslose eingestellt, denn Erwerbslose ohne Leistungsbezug vom Amt, werden vom ersten Tag an normal bezahlt.
    Gibt es demnächst nur noch Arbeitsstellen für Arbeitslose, wenn vorher unentgeltlich gearbeitet wird?
    Amazon scheint - wie die Banken - die Politik und ihre Politiker zu regieren und nicht umgekehrt !
    Probearbeiter für 2 Wochen und ich spare eine Vollzeitstelle? Und der Steuerzahler zahlt und zahlt und zahlt !
    Und die Unternehmen, welche vom ersten Tag an ohne staatliche Hilfe neue Mitarbeiter bezahlen, werden benachteiligt.

    Aber wenn dieser Subventions-Stil zur Gewohnheit wird, steigen die Steuern und die Staatsverschuldung noch weiter !
    Den Arbeitslosen dürfte eigentlich egal sein, woher sie ihr Geld bekommen.
    Aber Arbeitslose sind auch Bürger, die über ihren Tellerrand hinausgucken und hier ganz klar feststellen:
    Hier stimmt was nicht ! Hier ist "ganz schwer was faul!"

    Es scheint nicht darum zu gehen, echte Probleme zu lösen, sondern auf Kosten der Staatsbürger Statistiken zu schminken, damit  d i e  Politiker von uns wieder gewählt werden, die auf Kosten der Staatsbürger eine falsche Politik betreiben !
    Sollten Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
     
    Meiner Meinung nach gehört dieses Thema an die Öffentlichkeit !
    Daher wäre ich Ihnen über eine entsprechende Berichterstattung dankbar !
     
    Zur Verdeutlichung hier 6 links:
     
    http://www.wa.de/nachrichten/kreis-unna/stadt-werne/amazon-sucht-2000-kraefte-behoerde-schnuert-job-paket-1443417.html
     
    http://lokale-wirtschaft.rp-online.de/nachrichten/detail/-/specific/Neue-Chance-bei-Amazon-1565372392
     
    http://www.elo-forum.org/alg-ii/80122-stellenvorschlag-amazon-versandmitarbeiter-werne.html
     
    http://www.hna.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/wirtschaft-lokal//amazon-sucht-4500-aushilfen-logistikstandort-hersfeld-1338741.html
     
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/bad-hersfeld-amazon-sucht-3000-aushilfen-fuers-weihnachtsgeschaeft-11010171.html
     
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,776831,00.html
     

    Kommentar von: Bergkamner - 25.10.2011, 21:21
    • Seit letzter Woche werden in Leipzig wieder (soweit mir bekannt ausschließlich) NEUE Bewerber (vom Arbeitsamt) getestet und MIT Trainingsmaßnahme(2 Wochen) befristet bis 31.12.2012 eingestellt. Parallel dazu bekommen nun mehrere Mitarbeiter, die im Dezember "entfristet" wurden, mit Ablauf der Probezeit die Kündigung.

      Kommentar von: Amazonier - 23.02.2012, 19:41
      • Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben! Wobei das einer von sehr vielen Punkten ist, die da falsch laufen.

        Kommentar von: Zoe - 29.11.2012, 21:11
      • Das ist ABSOLUTER BLÖDSINN...... @ Bergkamner, auch ich komme vom Amt und beziehe auch wenn es lächerlich ist nur 5,79€ ALG II, aber von wegen Probearbeit? Unentgeldlich? etc. ist quatsch. Es kommt darauf an, ob man sich selber bei Amazon bewerben tut oder von Amtswegen her geschickt wird. Ich habe noch nie das gemacht was die Arge wollte und bekomme weder Kürzungen oder sonst noch was......aber das spielt ja auch keine Rolle, fakt ist ich bin für 9,55€/Sdt eingestellt und habe schon nach knapp 3 Monaten eine Verlängerung bekommen und in Leipzig ist das Arbeiten echt nicht schwer ^^. Im gegenteil die meiste Zeit stehst du mehr oder weniger nur rum. Ich war Packer, Picker und Ripper und na klar ist manches echt anstrengend, aber in jedem Job mußt du bestleistungen bringen. Ich liebe es zu Rippen und hasse es eher zu Picken aber der Job finanziert meine Wohnung und ich kann mit 4 Kindern von diesem Gehalt gut leben. Wenn ich mehr bekomme dann ist es auch ok, aber mal ehrlich nennt mir mal ein paar Jobs wo ihr für 8-9Std zum ende des Monats auf euren Lohnzettel 1640€ lesen tut. Fakt ist: Es wird immer Leute geben die maulen und meckern, für viele gilt: Wenig arbeiten, aber viel Kohle bekommen! Das funktioniert aber so nun mal nicht?!

        Kommentar von: Susan - 18.11.2013, 11:47
        • nix für ungut Susan, Du hast Dir ein Problem von 2011 vorgenommen. :-)
          Aber es ist gut sich mal die Beiträge der vergangenen Jahre vorzunehmen. :-)
          Da kan man sehen was der Einsatz von Verdimitgliedern innerhalb- oder außerhalb der Betriebsräte und besonders vor den Werkstoren gebracht hat.
          So manches Problem ist heute keines mehr aber das Hauptanliegen, ein Tarifvertrag, lisgt noch in weiter Ferne.
          Darum, gerade jetzt und regelmäßig vor die Tore.

          Kommentar von: fliegendes Urgestein - 18.11.2013, 12:05
          • Susan, natürlich muß man häufig Überzeichnen um Wirkung zu erzielen.
            Deine Einstellung finde ich super. Auch ich gehe ganz gerne meinem Job nach.
            Das sektenartige Gehabe, die geheuchelte Menschlichkeit getarnt als ( Kundenpräverenz), rundherum die typische "Amiunehrlichkeit" gehen mir allerdings schon auf den Geist.
            Und um dies etwas abzufedern ist der Tarifvertrag unverzichtbar. :-)
            Für mich sind die Zahl der Urlaubstage und auch die für Level 1 und 2 garnicht vom Tarifvertrag soweit entfernten Stundenlöhne so maßgebend. Im Level 3 wär man auch nicht soweit weg, wenn man dort die ersten zwei Lohnerhöhungen prozentual mit vorgenommen hätte.
            Die vertragliche Absicherung und das Bekenntnis von Amazon zum deutschen Arbeitsrecht sind für mich die Triebfedern.

            Kommentar von: fliegendes Urgestein - 18.11.2013, 12:49
          • naja ich bin hier erst seit 3 tagen drin auf dieser seite aber manche beiträge sind echt weit her geholt für mich?! Ich finde FÜR MICH das es ein guter Job ist, und das gerade Festangestellte einen Tariefvertrag wollen ist mir auch völlig klar. Ich meine ja 28 Tage Urlaub ist echt wenig, mehr Lon will jeder irgendwo haben, Weihnachts- und Urlaubsgeld bekommen auch nur die wenigsten in anderen Branchen.....ja eigentlich habt ihr ja recht, aber nur reden und meckern hilft das auch nicht!!! Und Familienkritisch ist der Job nun echt nicht, selbst ich habe nach 2Wochen gleich eine Mutterschicht bekommen und das ohne wenn und aber... Mund auf machen und die Manager nerven hilft halt doch :P ABER in freundlich und Lächeln (/ Rein nach MEIN MOTTO: Lächeln und Arschl.... denken) , manchmal hilf es auch mit Sarkasmus an die Arbeit zu gehen ......lach, deswegen finde ich wohl nix zu meckern :D

            Kommentar von: Susan - 18.11.2013, 12:16
  • Sollte ein TV Sender dies mal aufgreifen und publik machen????????
    Ich denke ja!!Lidl und Schlecker waren auch schon mal drann!!

    Kommentar von: susi - 26.10.2011, 12:34
    • Seh ich auch so!

      Kommentar von: Zoe Ex-STR1 - 30.11.2012, 02:30
  • Das gab es schon einmal so bei Amazon. 2005 musste jeder neue MA erstmal drei Wochen unentgeltlich arbeiten! Und es wurde während dieser Zeit vom Arbeitsamt bezahlt.

    Kommentar von: anna11880 - 26.10.2011, 20:01
  • Hier geht der "Schuss" offenbar in die falsche Richtung: Subventionen dieser Art hat es schon immer gegeben (auch zu Rot-Grün-Zeiten!) und würde ich nicht Fröhliche, sondern Amazonia heißen, wäre ich sicher nicht böse, wenn mir "der Staat" solche Geschenke machen würde. Außerdem sind die Arbeitsplätze ja vorhanden und verschwinden nicht wie z.B. bei NOKIA damals (noch nicht!). Wie es mit der Gewerbesteuer aussieht, ist eine andere Sache (der <b>Händler</b> Amazon hat seinen Sitz in Luxemburg) und wir sind bei einer <b>Logistik GmbH</b> beschäftigt (!).
    Unser Blick sollte also besser auf einen Tarifvertrag liegen als darauf, dass Amazon <b>legal</b> Geschenke annimmt!
    Im Übrigen stimme ich den Ausführungen von >>GeradeMalInDerZweitenWoche<< weitgehend zu ;)

    Kommentar von: Fröhliche - 30.10.2011, 13:57
    • Oh du Fröhliche vom Stamme der Nimm - Unsere Steuern gehören nicht in die Hände von Arbeitgebern, die jährlich Umsatzzuwächse von 30 und mehr Prozent haben. Legal oder nicht, völlig egal. Dieses Verhalten ist asozial!!!!!!

      Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 01.11.2011, 17:14
      • Lieber Weihnachtsmann, ich bin vom Stamme der Waldhessen!
        Du hast Recht: Steuergelder sollten anders verwendet werden (zumindest sollte eine "Bedürftigkeit" geprüft werden). Doch Amazon ist es nicht alleine. Viele andere Konzerne greifen in den grossen Topf und so ganz nebenbei auch die Energie-Riesen, Ölmultis, Banken, Pharma-Branche usw bedienen sich aus diesem "Füllhorn"!
        Beispiele:
        <a href="http://www.subventionen.de/foerdermittel/Arbeitsplatzfoederung/1" title="Übersicht" rel="nofollow">Arbeitsplatzförderung</a>
        <a href="http://www.subventionen.de/programme/Eingliederungszuschuss/14" title="Beispiel 1" rel="nofollow">Beisp.: Eingliederungszuschuss</a>
        Ich setze da grosse Hoffnung in Verhandlungen um einen Tarifvertrag, in deren Verlauf man sicher auch auf diesen Umstand kommen wird.:-)

        Kommentar von: Fröhliche - 01.11.2011, 20:40
  • Diese kostenlosen Praktikanten ersetzen reguläre Arbeiter, kosten Steuergeld und verschaffen Amazon einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Arbeitgebern, welche fair von der ersten Minute an bezahlen.

    Auch wenn diese Praxis rechtlich "sauber" sein sollte, so sind hier doch moralische Bedenken durchaus angebracht.

    Ich würde sogar sagen, jeder Mitarbeiter von Amazon, der die kostenlose Praktika mitgemacht hat, wurde um 2 Wochen Lohn betrogen.

    Übrigens sind jetzt auch weitere Arikel zu diesem Thema erschienen:


    http://www.elo-forum.net/topstory/2011103138283.html

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-ohne-lohn-bei-amazon-1618811.php

    Kommentar von: Bergkamener - 31.10.2011, 21:34
  • Moral? Hier in dieser Gesellschaft? In der kapitalistischen will-alles-haben-und-zwar-sofort-und super-billig-Mentalität? Kaum ein Arbeitgeber, schon gar keiner aus Amerika, kennt diesen Begriff. Moral, Verantwortung, das ich nicht lache.
    Amazon nutzt einfach schamlos die Gesetze aus um Geld zu sparen-wer würde das denn nicht tun wenn er die Möglichkeit dazu hätte? Und wie schon geschrieben-dem arbeitslosen Mensch ist es egal wo sein Geld herkommt. Ob er nun 2 Wochen (es waren vor Jahren auch schon mal 4 Wochen) bei Amazon malocht um evtl. mal einen Job da zu bekommen, oder auf der Couch sitzt, der Steuerzahler wird nicht höher belastet.

    Viel schlimmer ist, wenn ein Arbeitgeber wirkliche Hungerlöhne zahlt und der Arbeiter Stütze vom Amt bekommt-über Jahre hinweg. DAS ist Ausbeutung und Betrug am Steuerzahler, und diesen gibt es hunderttausendfach in diesem Land!

    Also ihr Wutmenschen da draussen-organisiert euch damit sich was ändert!

    Kommentar von: Verdianer - 02.11.2011, 08:41
  • <b>Moral:</b>
    Es gibt sie noch, die Arbeitgeber mit Moral. Amazon gehört leider nicht dazu.


    <b>Indirekte Lohnsubventionen durch Hartz 4; Stichwort Hungerlöhne:</b>
    Sehr richtig erkannt! Das ist aber entweder die Aufgabe der Gewerkschaft oder die der Politik. Einen ernsthaften gesetzlichen Mindestlohn mit dem eine Familie ernährt werden kann ist wohl nicht in sicht. Das Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten ist Stammtischgerede! Die Menschen wollen ja dennoch Bücher kaufen und lesen. Wenn mehr im Geldbeutel übrig bleibt kann man auch mehr dafür ausgeben. Ein wettbewerbsnachteil ensteht auch nicht, weil die Konkurenz auch Mindestlöhne zahlen müsste. Konkret ist das im Fall Amazon nicht relevant wieviel man den Mitarbeitern zahlt. Das Kerngeschäft von Amazon sind Bücher. In Deutschland gibt es die Buchpreisbindung. Die reguliert für alle Buchhändler den Preis. Gewinnmaximierung ist u.a. nur durch Lohndumping möglich? Das alles damit man Aktionäre mit einer höheren Dividende noch glücklicher machen kann? Das ist alles legitim solange man es legitimiert.

    Kommentar von: unfassbar - 08.11.2011, 15:56
  • Ich bin eine Amazon Kundin.
    Die Leistung, die mir dieses Unternehmen als Kundin bietet, ist beispielhaft und unübertroffen.
    Ein Lob an die Organisation und Logistikideen und an alle Mitarbeiter bei Amazon, die diese umsetzen!
    Ein großer Tadel an alle Gewinn-Maximierer der Amazon Geschäftsleitung und all der anderen Geschäftsleitungen in Deutschland - die ihre Vorgabe Gewinne zu steigern, dies auf dem Rücken ihrer eigenen Mitarbeiter, die, die den eigenen Gewinn erst ermöglichen, tun!
    Aber - Ein noch größerer Tadel an die Politik in Deutschland, die dies ermöglicht!
    Meine Steuergelder werden dafür missbraucht, Gewinne großer Unternehmen zu steigern! Dies ist Unrecht! Ich bezahlte bereits den Preis der Artikel, die ich kaufte und darin ist die Gewinnspanne bereits enthalten!
    Hallo Ihr Jobcenter! - Ist dies die einzige Möglichkeit, Menschen in Arbeit zu bringen?

    Kommentar von: Sabine Kothen - 12.11.2011, 17:16
  • Ecommerce ist doch der Hammer. Facebook - Amazon - YouTube. Und wenn Vidable eine Nische komplett belegt, häng ich mich dran. Ich glaube, bei der Company geht es wieder aufwärts. Was sagen die Profis dazu?

    Kommentar von: Vidable Invest - 12.12.2011, 23:21
  • Ich bin auch Amazon Mitarbeiterin in Werne,über einige Komentare kann ich nur lachen.Ich habe viele,viele Jahre im richtigen Akkord gearbeitet bis die Firma geschlossen wurde und es war tausend mal besser und gerechter als bei Amazon.Schon alleine das bei Amazon durch den 14 Tägigen Schichtwechsel viele Beziehungen in die Brüche gegangen sind,Familienfreundlich ist Amazon nicht als ich dort angefangen habe ist einer Mutter das Kind verstorben,Sie brauchte Urlaub was hatte Sie zu hören bekommen vom Lead??das leben geht weiter.Muss man dazu noch was sagen???? Was den Leistungsdruck angeht am Anfang kann man noch gut mithalten aber dann,oder warum kippen so viele Kollegen um und brauchen den Notarzt???wenn es einem Scheiße geht muß man sich ins Notzimmer legen es könnte einem ja wieder besser gehen,und man kann weiter knüppeln.Was der konkurenzkampf bei Amazon angeht,es stimmt die Arschkriecher kommen weiter dazu zähle ich nicht entweder nimmt man mich wie ich bin oder man lässt es.Aber Amazon weiß das alle auf Ihre arbeit angewiesen sind und das nutzen Sie aus.Mit DRUCK so oder so.Ich glaube auch nicht das sich da was ändert.Mein befristeter Vertrag läuft jetzt ende Januar aus mal sehen was daraus wird.

    Kommentar von: blackvelvet - 14.01.2012, 05:31
    • Wahrscheinlich liest du das hier eh nicht mehr. Aber könntest du mal ausführen, warum du bei Amazon arbeitest, wenn es so schlimm ist? Das ist nicht provokant gemeint, sondern eine von ehrlichem Interesse geprägte Frage.

      Kommentar von: Torsten - 28.05.2013, 10:36
      • Viele Leute arbeiten bei Amazon, weil sie es als letzte Chance betrachten. Auch solche Leute haben ein Recht auf anständige Behandlung und faire Arbeitsbedingungen. "Such dir doch was Anderes" ist eine relativ sinnbefreite Binsenweisheit, die sich schön vom Elfenbeinturm runterposaunen lässt. Letztendlich handelt es sich dabei um ein Symptom des heutigen "Friss oder stirb"-Kapitalismus.

        Kommentar von: Ruhrpott - 28.05.2013, 12:09
  • Halt durch Black Velvet! Die Kollegen wollen sich doch organisieren und einen
    Betriebsrat gründen. Vorsicht vor den Arschkriechern und Spitzeln, die dürfen nicht alles mitbekommen. Bin ja mal gespannt, ob Verdi noch eine Existenzberechtigung (einen bezahlten Arsch in der Hose) hat oder es Zeit wird, selbstständige Organisationen zu gründen, die auch kämpfen und siegen wollen, um den Schweinereien Einhalt zu gebieten.
    Bergkamener: Sehr gute Aufklärungsarbeit auf allen Kanälen. Du wirst gehört. Nicht nachlassen.
    Vorwärts und nicht vergessen
    die Solidarität!

    Kommentar von: Jupp Ledwohn - 22.01.2012, 13:12
  • Es ist schwer Mitstreiter zu finden die als Betriebsrat zugründen (Graben)
    Sie haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Wenn sich welchen finden würden die Mitmachen würden !!!!
    Man müsste sich bei Verdi treffen. Um so was vor zubereiten. SONST ÄNDERT SICH BEI AMANZON NICHTS

    Kommentar von: Bernadiner - 16.03.2012, 09:47
  • Wenn bei den meisten die sechs Monate Probezeit abgelaufen sind, werden sich schon ein paar finden.

    Kommentar von: Anna Kournikova - 17.03.2012, 13:33
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